Paris-Feeling im 17. Stock – ein Kurztrip ins 25hours Hotel The Tour in Düsseldorf

25hours Hotel Düsseldorf – Das Tour: Gönnen auf Französisch

Manchmal braucht es keinen triftigen Grund für eine Übernachtung. Fronleichnam, alle Freunde unterwegs, keine Lust auf das leere Sofa – das reicht vollkommen. Also habe ich mich kurzerhand in Düsseldorf einquartiert, im 25hours Hotel The Tour, das ich bis dahin noch nicht kannte, von dem ich aber gehört hatte, dass es konsequent auf französisches Flair setzt. Nach dem 25hours im Wiener MuseumsQuartier, das mich schon damals mit seinem verspielten Konzept begeistert hatte, waren die Erwartungen entsprechend hoch. Spoiler: Sie wurden erfüllt.

Anreise und Check-in

Die Anfahrt ist denkbar unkompliziert. Das Hotel teilt sich die Tiefgarage mit dem benachbarten Bürogebäude von Publicis Media – für alle, die das noch aus anderen Zusammenhängen kennen, ein kleines Déjà-vu. Der Check-in lief entspannt, und bereits beim Empfang wurde mir mitgeteilt, dass ich ein Upgrade in einen Medium Skyroom bekommen habe. Gebucht hatte ich nur ein Standardzimmer. Ein guter Start.

Das Zimmer: Entdeckungsreise inklusive

Wer schon einmal in einem 25hours Hotel übernachtet hat, weiß, was ihn erwartet – und trotzdem überrascht einen dieser Ansatz immer wieder. Die ersten dreißig Minuten im Zimmer habe ich damit verbracht, das Zimmer zu erkunden. Im Badbereich hing ein Concorde-Poster, das ich am liebsten eingerollt und mitgenommen hätte. Dazu ein klassisches Wählscheibentelefon, sorgfältig ausgewählte Poster an den Wänden und Deko-Elemente, die man nicht in fünf Minuten kapiert. Zwei Fenster mit Aussicht in unterschiedliche Richtungen, eine Regendusche – für ein, zwei Übernachtungen ist das schlicht perfekt.

Einen Schreibtisch gibt es in den Konzeptzimmern bewusst nicht, das wurde mir bereits beim Check-in erklärt: Das Hotel unterscheidet klar zwischen funktionalen Zimmern für Geschäftsreisende und den durchgestalteten Konzeptzimmern. Wer nicht unbedingt arbeiten muss, sollte immer Letzteres wählen. Einziger Hinweis für Reisende zu zweit: Das Bad ist ins Zimmer integriert, Privatsphäre gibt es faktisch keine. Man sollte die Person sehr gut kennen, mit der man anreist.

Paris Club Bar: Drinks im 17. Stock

Um 17 Uhr öffnet die Paris Club Bar im 17. Stock. Das Personal ist herzlich und locker, die Drinks sind gut, das Ambiente angenehm – aber das eigentliche Argument ist die Aussicht. Über den Dächern von Düsseldorf, mit einem Außenbalkon, der im Sommer sicher einer der schöneren Plätze der Stadt ist. Bei meinem Besuch war es windig genug, um nur kurz hinauszutreten, aber selbst das hat gereicht, um zu verstehen, was dieser Ort im Sommer leisten kann.

Paris Club Restaurant: Austern, Entrecôte und der Rhein im Sonnenuntergang

Nach einem kurzen Zwischenstopp im Zimmer im 11. Stock bin ich ins Paris Club Restaurant gewechselt, das im 16. Stock liegt. Fensterplatz, beginnender Sonnenuntergang über Düsseldorf, der Rhein, der sich langsam in Goldtöne taucht – das ist der Moment, für den man solche Abende plant.

Kulinarisch habe ich es mir nicht nehmen lassen, ordentlich zuzuschlagen: Aperitif war ein Gin Basilique, im Prinzip ein Gin Basil Smash, hier natürlich franzisiert wie alles andere auch. Danach Austern, ein Glas Champagner und ein Entrecôte mit Fritten. Abschließend noch ein Dessertwein, Espresso und Macarons. Herrlich.

Was mir besonders gut gefallen hat: Das Restaurant bietet eine Wasser-Flatrate an. Für einen pauschalen Preis von rund fünf Euro bekommt man so lange stilles oder prickelndes Wasser nachgereicht, wie man möchte. Das klingt wie eine Kleinigkeit, ist aber tatsächlich eine der angenehmsten Gesten, die ein Restaurant machen kann – kein ständiges Abwägen, keine Überraschung auf der Rechnung. Unbedingt bestellen.

Das Service-Konzept entspricht dem 25hours-typischen Ansatz: Die Kellner tragen Sneaker und lockere Hemden, duzen von Anfang an und wirken dabei trotzdem professionell. Nicht jedermanns Sache, meine definitiv. Eine kleine Einschränkung: Der Geräuschpegel war bereits bei halbbesetztem Restaurant spürbar. Wenn das Lokal voll ist, dürfte es laut werden – wer ein ruhiges Abendessen sucht, sollte das im Hinterkopf behalten.

Fazit

Das 25hours Hotel Das Tour in Düsseldorf ist genau das, was man von dieser Kette erwartet und erhofft: ein Hotel mit Haltung, Humor und echter Liebe zum Detail. Bar und Restaurant im Obergeschoss sind für sich genommen schon einen Besuch wert – auch ohne Übernachtung. Wer nach Düsseldorf kommt und ein Hotel sucht, das mehr ist als eine Schlafgelegenheit, ist hier richtig.

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