Wien verzaubert nicht nur mit seinen Prachtbauten, sondern auch mit einer Kunstszene, die ihresgleichen sucht. Mittendrin: die Albertina – eines der bedeutendsten Kunstmuseen Europas. Direkt hinter der Staatsoper thront das ehemalige Palais von Herzog Albert von Sachsen-Teschen, das heute eine der umfangreichsten grafischen Sammlungen weltweit beherbergt. Hier verschmelzen Geschichte, Architektur und Kunst zu einem unvergesslichen Erlebnis.
Ein absolutes Muss ist die Sammlung Batliner. Sie führt durch die europäische Malerei vom Impressionismus bis zur klassischen Moderne – Namen wie Monet, Cézanne und Picasso reihen sich aneinander. Als bekennende Impressionismus-Liebhaberin war ich sofort gefangen: Die Farben leuchten, flirren und tanzen auf der Leinwand, als hätten sie die südfranzösische Sonne konserviert. Man spürt die Freiheit und Leichtigkeit dieser Epoche in jedem Pinselstrich.
Mit meinem Kombiticket ging es weiter zur Albertina Modern im Künstlerhaus am Karlsplatz. Hier schlägt das Herz der zeitgenössischen Kunst. Aktuell läuft eine fesselnde Retrospektive von Marina Abramović – und ihre performative Kraft lässt sich kaum in Worte fassen. Auf einem Tisch ausgebreitet: alle 72 „Werkzeuge“ aus ihrer legendären Performance Rhythm 0. Eine RePerformance von Imponderabilia macht die radikale Intensität ihrer Arbeiten körperlich erfahrbar. Diese Ausstellung ist keine Kunst zum Ansehen – sie ist Kunst zum Durchleben.
Das Kombiticket für beide Häuser lohnt sich absolut. So erlebst du an einem Tag die ganze Bandbreite: von den sanften Lichtreflexen der Impressionisten bis zur provokativen Unmittelbarkeit der Performance-Kunst. Wer in Wien ist, sollte sich diese beiden Museen nicht entgehen lassen!