Ein paar Tage Sonne, Malls und Planespotting

Ende Januar hatte ich spontan genug vom grauen Winterwetter und buchte einen Kurztrip nach Dubai. Das Ziel war überschaubar: ein paar Tage Sonne tanken, eine neue Airline-Verbindung testen und eine Stadt wiedersehen, die ich zuletzt 2015 besucht hatte. Für den Flug habe ich erstmals das Eurowings-Angebot ab Düsseldorf genutzt – dazu gibt es einen separaten Artikel.

Ankunft und erster Abend

Wir kamen am Samstagmittag an und checkten im Grand Mercure Dubai City ein – direkt am alten Flughafen DXB gelegen, praktisch und unkompliziert. Das Hotel ist für sich schon einen Besuch wert, mehr dazu in meinem Hotelbericht. Nach dem Einchecken ging es direkt in die nahe gelegene Festival Mall: ein großer Food Court mit erstaunlicher kulinarischer Bandbreite – peruanisch, usbekisch, italienisch, und noch einiges mehr. Für einen ersten Abend nach einem siebenstündigen Flug genau das Richtige. Früh ins Bett, früh aufgestanden.

Poolzeit, Flugzeuge und die Dubai Mall

Der Sonntag startete entspannt mit Frühstück, danach wollte ich eigentlich im Rooftop Pool des Hotels schwimmen. Das Wetter spielte allerdings nicht ganz mit: bedeckt, etwas windig auf der Dachterrasse, spürbar frischer als erwartet. Also Tee statt Bahnen – dafür mit Blick auf den DXB und dem Schauspiel von startenden und landenden Maschinen. Für Flugzeugfans ist das eine kurzweilige Stunde.

Abends dann ein klarer Programmpunkt für jeden Dubai-Erstbesucher: die Dubai Mall neben dem Burj Khalifa. Wer bisher dachte, er kennt große Einkaufszentren, wird hier einige Dimensionen höher katapultiert. Die Mall ist ungefähr zehnmal so groß wie ein normales Einkaufszentrum und deutlich opulenter – der Food Court allein ist schon eine kleine Weltreise. Die Architektur der Umgebung rund um den Burj Khalifa ist ebenfalls beeindruckend, auch wenn das alles etwas kulissenhaft wirkt.

Montag: Pool, Snacks und Fine-Dining

Am Montag gönnten wir uns einen gemächlichen Vormittag mit Kaffee und einem kurzen Abstecher in die Festival Mall. Nachmittags schließlich noch einmal den Rooftop Pool – diesmal war das Wetter gnädiger. Der Blick auf den Flughafen ist auch beim dritten Mal nicht langweilig.

Abends dann das kulinarische Highlight des Trips: das Restaurant Three Bros. Wirklich hervorragend gegessen, keine Einschränkungen beim Lob. Anschließend noch ein Ausflug in einen der Supermärkte, die in der Gegend für ihre internationale Kundschaft aus aller Welt bekannt sind – ein buntes Sortiment aus Produkten, das man in deutschen Supermärkten vergeblich sucht. Allein das Stöbern macht Spaß.

Abreise und Rückblick auf 25 Jahre Dubai

Dienstag früh noch ein letzter Besuch in der Dubai Mall, dann packen und Abflug. Technisch gesehen war es mein vierter Aufenthalt in Dubai – nach einem Zwischenstopp auf dem Weg nach Nepal 2001, einem Stopover auf dem Rückweg aus China 2005 und einem Geschäftstrip 2015. Der Vergleich ist ernüchternd und beeindruckend zugleich: 2001 gab es kaum Hochhäuser, der DXB lag noch am Stadtrand. Heute ist die Stadt komplett um den Flughafen herum gewachsen – mein Hotel stand buchstäblich daneben. Was in 25 Jahren aus einer Wüstenstadt geworden ist, lässt sich kaum in Worte fassen.

Kurzes Fazit

Dubai ist sehenswert – einmal sollte man es gesehen haben, und ein Kurztrip reicht dafür vollkommen aus. Das Wetter hat in meinem Fall nicht ganz mitgespielt (bedeckt, zeitweise Regen), aber das ist im Januar ein bekanntes Risiko. Für ein paar Tage Zerstreuung, gutes Essen und angenehme Temperaturen im Vergleich zum mitteleuropäischen Winter ist Dubai eine solide Wahl. Mehr aber auch nicht – wer ein tiefgründiges Reiseerlebnis sucht, wird woanders glücklicher.

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